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Was ist Belichtung? Das Belichtungsdreieck

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Was ist Belichtung? Das Belichtungsdreieck
Bild: WClarke and Samsara, CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Kurz gesagt

  • Die Belichtung ist die gesamte Lichtmenge, die der Sensor aufnimmt.
  • Drei Einstellungen steuern sie: Blende, Verschlusszeit und ISO.
  • Jede davon verändert auch die Bildwirkung, nicht nur die Helligkeit.
  • Eine „Stufe“ bedeutet doppelt oder halb so viel Licht. Tauschst du eine Stufe bei einer Einstellung gegen eine Stufe bei einer anderen, bleibt die Helligkeit gleich.

Licht rein, Bild raus

Eine Kamera ist ein dunkler Kasten mit einem Loch. Drückst du den Auslöser, fällt Licht durch das Objektiv für kurze Zeit auf den Sensor (oder den Film). Wie viel Licht dabei ankommt, entscheidet, ob das Bild zu dunkel, zu hell oder genau richtig wird. Diese Lichtmenge ist die Belichtung.

Zu wenig Licht ergibt ein unterbelichtetes Foto: dunkel, matschig, ohne Zeichnung in den Schatten. Zu viel Licht ergibt ein überbelichtetes Foto: blass, mit weißen Flächen ganz ohne Details.

Die drei Stellschrauben

Die Blende ist die Größe der Öffnung im Objektiv. Eine größere Öffnung lässt mehr Licht herein, wie ein größeres Fenster.

Die Verschlusszeit gibt an, wie lange die Öffnung frei bleibt. Längere Zeit sammelt mehr Licht – so wie ein Eimer, der länger im Regen steht.

ISO legt fest, wie stark die Kamera das empfangene Signal verstärkt. Höhere ISO macht ein dunkles Bild heller, bringt aber Körnung (Rauschen) mit.

Diese drei werden oft als Dreieck dargestellt, denn wenn du eine Einstellung änderst, musst du meist eine andere anpassen, damit die Helligkeit gleich bleibt.

Jede Einstellung hat eine Nebenwirkung

Deshalb ist Belichtung mehr als ein Helligkeitsregler. Die Blende steuert auch die Schärfentiefe, also wie viel der Szene von vorn bis hinten scharf ist. Die Verschlusszeit entscheidet, ob Bewegung eingefroren wird oder verwischt. ISO bestimmt, wie sauber oder körnig das Bild wirkt.

Die eigentliche Frage ist also nie nur „Ist es hell genug?“, sondern „Welche Bildwirkung will ich, und welche Einstellung kann ich dafür ändern?“

Blendenstufen: die gemeinsame Währung

Fotografen messen Licht in Stufen (auch Lichtwerte oder Blendenstufen genannt). Eine Stufe mehr bedeutet doppelt so viel Licht, eine Stufe weniger halb so viel.

Verschluss: Von 1/250 s auf 1/125 s ist eine Stufe mehr Licht. Blende: Von f/4 auf f/2.8 ist eine Stufe mehr. ISO: Von 200 auf 400 ist eine Stufe heller.

Weil alle drei dieselbe Einheit nutzen, kannst du sie gegeneinander tauschen. Öffnest du die Blende um eine Stufe und machst die Verschlusszeit eine Stufe kürzer, bleibt die Belichtung gleich – das Foto hat dann aber weniger Schärfentiefe und weniger Bewegungsunschärfe.

Probier es aus: Gleichwertige Belichtung

Ändere eine Einstellung und sieh, wie die anderen sein müssen, damit die Helligkeit gleich bleibt.

Verschlusszeit für dieselbe Belichtung—

Quellen

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